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„Fernwärme für alle“, so lautet das Motto, das Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl gemeinsam mit GRAZ AG und Energie Graz ausgerufen hat. Mit einem neuen Modell will man den Anschluss ans Fernwärmenetz für die BürgerInnen noch attraktiver und vor allem einfacher gestalten. Als Ziel formulierte der Bürgermeister: „Senkung der CO2-Emmissionen, um Strafen seitens der EU zu vermeiden und Reduktion des Hausbrandes, der massiv für die Feinstaubbelastung in unserer Stadt verantwortlich ist.“ Graz sei in punkto Fernwärme noch ein „Kleinkind“, verglichen mit anderen österreichischen Städten.
10.000 NeukundInnen
Das wolle man ändern. „10.000 NeukundInnen“, formuliert Nagl den Wunsch, den er gemeinsam mit den Energie Graz-Geschäftsführern Mag. Dr. Gert Heigl und DI Dr. Rudolf Steiner hat. Um diesen zu realisieren, legt man nun ein neues Modell vor, das kein kompliziertes Rechnen nach Quadratmetern der Wohnung oder des Hauses vorsieht. Nach der Devise „Attraktiver, Einfacher, Günstiger“ haben „Anschlusswillige“ seit gestern, 1. März 2010, die Möglichkeit, ihren Anschluss wie bisher einmalig zu bezahlen oder ein Annuitäten-Modell in Anspruch zu nehmen. Dabei wird ein objektgebundener Vertrag über 20 Jahre abgeschlossen. Die monatliche Bezahlung beträgt einen Euro bei 25 und mehr Wohnungen. Befinden sich in einem Objekt weniger Wohneinheiten, steigt der monatliche Betrag bis zu 22,80 Euro (Anschluss für eine Wohnung) an. Voraussetzung ist natürlich, dass sich eine Fernwärmeleitung in der Nähe befindet.
Gesamtservicepaket für die Zukunft
„Die Anschlusskosten haben sich halbiert“, rechnen Steiner und Heigl vor, mit dem Finanzierungsmodell komme man den KundInnen zusätzlich entgegen. Die Zukunft sieht GRAZ AG-Vorstandsdirektor DI Wolfgang Malik im „Gesamtservicepaket“: „Zünftig wollen wir alle Leistungen anbieten, inklusive Installation und allem, ganz nach dem Prinzip: Ein Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Fernwärme.“ In Zukunft wird auch das Netz der Landeshauptstadt erweitert und ein zusätzliches Kraftwerk in Mellach soll für „flächendeckende“ Fernwärmeversorgung in Graz und Graz-Umgebung sorgen.