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Wasser ist das grundlegende Element unseres Daseins. Nicht nur, dass wir zu einem hohen Prozentsatz aus Wasser bestehen, es ist das Element aus dem wir uns entwickelt haben. Graz besitzt Trinkwasser von ausgezeichneter Qualität. Damit es auch so bleibt untersuchen wir unser Wasser regelmäßig auf zahlreiche Parameter.
| Bezeichnung | Einheit | Meßwert | Parameterwert | Indikator-Parameterwert |
| pH-Wert | 7,3 - 7,7 | 6,5 - 9,5 | ||
| Gesamthärte | °dH | 15 - 17 | ||
| Karbonathärte | °dH | 10,5 - 14 | ||
| Kalzium | mg/l | 75 - 90 | ||
| Magnesium | mg/l | 12 - 20 | ||
| Chlorid | mg/l | 4 - 8 | 200 | |
| Nitrat | mg/l | 5 - 10 | 50 | |
| Sulfat | mg/l | 30 - 75 | 250 | |
| Fluorid | mg/l | 0,03 | 1,5 | |
| Pestizide | μg/l | nicht nachweisbar | 0,1 |
Unser Grazer Wasser ist selbstverständlich auch in bakteriologischer Hinsicht einwandfrei, wird weder aufbereitet noch gechlort. Die Grazer und Grazerinnen genießen vollkommen naturbelassenes Wasser – im Vergleich zu anderen europäischen Städten dieser Größenordnung eine positive Ausnahme!
Die hohe Qualität unseres Grazer Trinkwassers verdanken wir dem Umstand, dass in den Einzugsgebieten der Brunnen entsprechende geologische und hydrologische Bedingungen für die Grundwasserbildung herrschen und dass die vom Menschen verursachten (antropogenen) Einflüsse gering sind. Damit dies so bleibt, wurden um die Wasserwerke und Brunnenanlagen Wasserschutz- und schongebiete errichtet. Das Trinkwasser kann ohne jede Behandlung (Chlorung, Aufbereitung) im Wasserleitungsnetz verteilt werden.
Hartes Wasser ist gesund!
Die Grundwasserfelder bestehen seit der letzten Eiszeit und sind mit kalkhältigen Schottern und Sanden ausgefüllt. Dies verursacht die Härte des Grazer Trinkwassers, die im Bereich 15 °dH bis 16 °dH liegt ( °dH = deutsche Härtegrade ).
Nitratwerte
Sie liegen dank extensiv betriebener Landwirtschaft in den Wassereinzugsgebieten unter 10 mg/l.

Qualitätsschwankungen
Die Konzentrationen verschiedener Wasserinhaltsstoffe unterliegen geringfügigen jahreszeitlichen Schwankungen. Ursache ist die Grundwasserneubildung, die nach größeren Niederschlägen, vor allem aber zur Zeit der Schneeschmelze erfolgt. Weitere Informationen über die Qualität des Grazer Wassers erhalten Sie im Wasserlabor!
In den Schutz- und Schongebieten
Diese befinden sich zum Schutz des Grundwassers in den Einzugsgebieten der Wasserwerke Friesach, Andritz, Feldkirchen und im Bereich der Brunnenanlagen der Zentralwasserversorgung Hochschwab-Süd GesmbH.

Im Bereich des Grundwassers
Die Grundwasserbeobachtung erfolgt bei zahlreichen Sonden und Hausbrunnen, die regelmäßig auf mögliche Schadstoffe (Schwermetalle, chlorierte Kohlenwasserstoffe, Pestizide) untersucht werden.
Wir kontrollieren außerdem ständig die Grundwasseranreicherungsanlagen in Friesach und Andritz.
In unseren Förderbrunnen
Das Wasser wird wöchentlich chemisch und bakteriologisch untersucht, wobei ausgewählte Pegel im Einzugsgebiet der Brunnen sogar täglich untersucht werden.
In Hochbehältern und Rohrnetz
Auch hier ist bakteriologische Kontrolle notwendig, da das natürliche Lebensmittel Trinkwasser auch im Wasserleitungsnetz nicht unbegrenzt haltbar ist.
All diese Kontrollen sind mit hohem Aufwand verbunden, garantieren jedoch eine hohe Qualitätssicherheit und ermöglichen somit den Verzicht auf jede Aufbereitung oder Desinfektion.
Das Hygieneinstitut der Universität Graz
unterstützt mit externen Kontrollen unsere Bemühungen, der Grazer Bevölkerung einwandfreies Trinkwasser zu liefern.
Für Sie haben wir nachfolgend die wichtigsten Parameter zusammengefasst und erläutert.
Parameterwerte sind zulässige Höchstkonzentrationen, die laut Gesetz (Trinkwasserverordnung 2001) nicht überschritten werden dürfen. Die Parameterwerte sind besonders niedrig angesetzt, damit auch bei lebenslangem täglichen Genuss des Wassers keine gesundheitlichen Schäden auftreten.
Indikatorparameterwerte sind Richtwerte, die Gehalte an Inhaltsstoffen angeben bei deren Überschreitung zu prüfen ist ob bzw. welche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung einer einwandfreien Wasserbeschaffenheit erforderlich sind.
pH-Wert:
Der pH-Wert ist das Maß für den Säuregrad von Wasser. Meist bewegt er sich bei Trinkwasser im neutralen bis schwach alkalischen Bereich (pH 7,0 bis 8,5).
Gesamthärte:
Die Gesamthärte wird vom Gehalt des Wassers an Kalzium- und Magnesiumionen bestimmt. Die Härte wird in „deutschen Härtegraden„ (°dH) angegeben. Bei niedrigen Werten wird der Geschmack des Wassers als „fad“ empfunden. Höhere Wasserhärten haben einen gesundheitlichen Vorteil führen aber zu höherem Seifenverbrauch und stärkeren Kalkablagerungen (Wasserkocher).
Härtestufen:
Nach Verordnung der Waschmittelkennzeichnung gibt es 3 Härtestufen:
I 0 – 10 °dH weiches bis mäßig hartes Wasser
II 10 – 16 °dH ziemlich hartes Wasser
III über 16 °dH hartes Wasser
Danach richtet sich die Dosierung der Waschmittel.
Karbonathärte
ist ein Teil der Gesamthärte und entspricht dem Gehalt an Calciumhydrogencarbonat (gelöster Kalk). Bei höherer Karbonathärte scheidet sich im Warmwasser (über 65 °C) mehr Kalk ab.
Kalzium und Magnesium
sind die bedeutendsten Kationen im Trinkwasser und die Ursache für die Wasserhärte. Diese Mineralstoffe sind wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen.
Eisen und Mangan
sollen im Trinkwasser nur in geringsten Spuren enthalten sein, sonst färbt oder trübt sich das Wasser und es kann ein unangenehmer Geschmack auftreten; sie sind aber nicht gesundheitsgefährdend.
Chlorid
gilt bei Auftreten höherer Werte als Zeichen einer Verunreinigung durch Abwässer oder Straßenstreusalze. Stark erhöhte Werte können korrosionsfördernd sein.
Nitrat
im Trinkwasser tritt bei landwirtschaftlicher Intensivnutzung (Überdüngung) sowie bei Abwasserversickerungen auf. Trinkwasser mit einem Nitratgehalt von mehr als 50 mg/l ist für Säuglinge bis zum 4. Lebensmonat nicht geeignet. Das Abkochen des Wassers hilft nicht !
Sulfat
kommt in verunreinigtem Wasser (Jauche, Harn und Deponieabflüsse) vor. Höhere Sulfatgehalte können aber auch geologisch (z.B. natürliche Gipslagerstätten) bedingt sein. Stark erhöhte Werte können korrosionsfördernd sein.
Fluorid
ist in den meisten natürlichen Wässern nur in geringer Konzentration enthalten.
Pestizide (Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel)
kommen in natürlichen Wässern nicht vor. In intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten können einige Pestizide ins Grundwasser gelangen. Um einen hohen Sicherheitsgrad zu erreichen, sind die Parameterwerte für Pestizide sehr niedrig angesetzt.
Selbstverständlich bieten wir unser Know-how und langjährige Erfahrung auch anderen Wasserversorgern, Gemeinden, Planungsbüros und vielen privaten Nutzern gerne an.
Ausführliche Informationen zur Trinkwasserqualität und weitere Informationen über unser umfangreiches Dienstleistungsprogramm erhalten Sie beim
Wasserlabor der GRAZ AG
Wasserwerkgasse 10, 8045 Graz
T: +43 316 887-1071 bzw. 1072
F: +43 316 887-1078
E: wasserlabor@grazag.at